GÄSTE & FESTE

Dessert Tipp, Manieren und Co.

Von Ulli.

Gleich vorneweg – ein wunderbares Thema! Nirgendwo lässt sich Lebenslust besser mit Freundschaft vereinen, als bei einem gelungenen Fest.  So aufregend es ist, ich bin immer auf eine prickelnde Weise angespannt, wenn ich Menschen, die mir wichtig sind,  einlade, so bin ich doch auch selbst gerne Gast und kann mich über eine Einladung ganz kindlich freuen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: ich kann die Zeit, mich zu verabschieden selbst bestimmen, und habe, außer dem  Gastgeschenk, mal aufwendiger, mal weniger aufwendig, keine weiteren Verpflichtungen. A propos verabschieden, da fällt mir eine großartige Empfehlung ein, die ich im Buch „Manieren“, geschrieben von einem äthiopischen Prinzen, gelesen habe: Als Gastgeberin antwortet man auf ein wir müssen leider schon gehen mit einem Dank für den Besuch und aus! Kein nachhaken, keine Fragen, keine Bitten um Verlängerung – na geh, bleib doch noch ein bißl da, nichts dergleichen.

Ein schlichtes schön, dass ihr da wart, erspart den Gästen die Pein einer selbst kreierten  Geschichte: wir würden soo gerne noch bleiben, doch wir haben die Katze der Nachbarin versehentlich  eingesperrt… Jeder Gast wird dankbar sein, ohne Schwindelei gehen zu „dürfen“. Ich habe diesen Tipp so gerne, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass die Nachbarskatze just immer an diesem Tag .. na gut lassen wir das…

Was ich an  einem Fest besonders mag,  ist etwas zu essen zu bekommen, was ich nicht selbst fabriziert habe! Koche ich für mein eigenes Fest sind meine Geschmacksnerven abgelöscht und ich kann letztendlich nur dem Urteil oder besser noch, der Höflichkeit meiner Gäste vertrauen. Durch laufendes verkosten der Speisenfolge im Vorfeld, ob mit einem Löffelchen, oder mit den Fingern, will ich einen Gesamteindruck meiner Kreationen erschmecken.

Doch am Ende sind meine Geschmacksnerven erledigt. Panik steigt auf – ist das wirklich gelungen? Bitte ich will was Leckeres servieren! Deshalb zum Abschluss ein simpler Dessert-Tipp von mir, einer, freundlich formuliert, durchschnittlichen Köchin: Man nehme griechisches Joghurt, geriebene Nüsse, etwas Honig und Fructicus der Sorte Marille von Darbo, schichte es übereinander und serviere es in hübschen Gläsern, voila!

Der Vorteil?

Egal wieviel man vorkostet, also schon weggelöffelt hat – der Geschmack bleibt himmlisch!


Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.