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MEIN GESCHÄFT IST EINE WUNDERKAMMER

MEIN GESCHÄFT IST EINE WUNDERKAMMER

Gespräch mit Ewa Scherer im und über das wundersame möblich.

Von Ursula.

Bereits beim Betreten des möblich taucht man ein in Wundersames, Außerordentliches, noch nie Dagewesenes.

Nichts ist wie man es kennt, alles ist anders und trotzdem erscheint es richtig.

Ein üppiger Kristallluster hängt nicht wie gewohnt von der Decke herab, er ist auf einen Lampenfuß montiert und dient als Stehleuchte, ein zotteliger, schöner, alter Teppich wurde zum Wandobjekt. Ein üppiger, ausladender, barocker Goldrahmen liegt auf einem geschweißten Gestell und ist nun ein Tisch, unzählige Flaschen hängen als Leuchtobjekt von der Decke…

Wohin der Blick auch fällt, hier ist alles anders, schräg, faszinierend, inspirierend.

Handveredelte Möbel-Unikate finden Platz neben Accessoires, Geschirr, Schmuck und ausgefallenen Mitbringseln.

Hier gibt es keinen Polster, der nicht außergewöhnlich ist, keinen Sessel den man schon irgendwo anders gesehen hätte, keinen Kasten – auch wenn er Biedermeier ist – der seine Patina nicht gegen Hochglanz-Magenta oder Meeres-Türkis eingetauscht hätte.

Es ist alles erfrischend ver-rückt, kreativ und einfach anders.

Hinter allen diesen Ideen steckt eine Frau. Ewa Scherer, die fesche, große, Pongauerin mit Handschlag-Qualität. Wie ein Wirbelwind kommt sie in ihr Geschäft, ihre Wunderkammer und beginnt zu erzählen….

Die Idee zu diesem unkonventionellen Geschäft kam eigentlich aus der Not heraus.

Ewa, die dreifache Mutter und damals Geschäftsführerin der Smart Repair Werkstatt Dr. Vinyl, einer Kleinschaden-Reparaturwerkstatt und Auto-Lackierbox, die im Winter immer zu wenig ausgelastet war. „Was tun“, dachte sie, „wenn ich keine Autos zum lackieren habe, muss ich was anderes herholen“. Sie hatte gerade einen alten Schreibtisch vor sich stehen und der Entschluss war gefasst: „Der wird lackiert und mit Leder tapeziert“ und so begann das Geschäft mit den besonderen Dingen. Platz genug war vorhanden im oberen Geschoß der Vogelweiderstraße 83 in Salzburg.

Es entstand ein großer, sehr gemütlicher Ausstellungsraum, mit angrenzendem, dazugehörigen Dachboden.

Was mit einem Schreibtisch begann, hat nun eine Dimension erreicht, die erst erobert werden muss. Ein kurzes Durchschlendern reicht nicht aus, um all die schönen, faszinierenden Dinge wahrzunehmen, die da präsentiert werden.

Neben restaurierten und „gepimpten“ alten Stücken, findet man auch neue, aber ganz außergewöhnliche Handelsware, diverse Einzelstücke von unterschiedlichen Künstlern, Raritäten von Pariser Flohmärkten, Kleinkram, Baby- und Kindersachen, Haushaltswaren…

Manche Leute bringen auch ihre alten Sachen. Ewa Scherer berät sie, bringt Ideen ein und setzt diese mit einem ihrer Tapezierer, Schneider, Lackierer oder Künstler um.

Und die Ideen versiegen nicht. Es sprudelt gerade so aus ihr heraus. Egal, ob es um eine Veranstaltung geht, die sie gerade wieder plant, um den neuen Online-shop, einer zündenden Marketing-Idee, oder die Einrichtung des eigenen Hauses.

Man merkt die Freude, den Idealismus, mit dem sie ihr Geschäft betreibt. Und das Herzblut das da drinnen steckt. Vom Geld mal ganz abgesehen.

Ihr „Kind“ ist noch jung, erst seit zwei Jahren gibt es das möblich und es muss wachsen. Da braucht es noch Zeit und Geduld, um ein etabliertes Unternehmen daraus zu machen.

Woher nimmt sie nur die Energie, die man für all das braucht, was Ewa macht? Denn neben dem Salzburger Geschäft hat sie auch 3 Kinder, macht für ihren Mann, einem Zahnarzt, die Abrechnungen und führt zwei Haushalte.

Die meiste Kraft holt sie sich aus der Natur, besonders im Winter bei ihren geliebten Skitouren.

Und sie freut sich und ist dankbar für das Privileg, am Land aber auch in der Stadt sein zu können. Die Freiheit zu haben, nach Lust und Laune zu pendeln und mit einem Mann verheiratet zu sein, der all ihre Unternehmungen unterstützt und sich über ihren Einsatz, ihr Engagement freut und gerne zu den Veranstaltungen seiner Frau anreist.

Denn beide haben große Freude am „Kunstprojekt möblich“.

Und diejenigen, die sich vom möblich inspirieren lassen möchten, können das immer am Donnerstag und Freitag von 10 bis 18.00 Uhr.

Ewa Scherer bietet aber auch gerne ,„Private Shoppings“ an, also ganz individuelle Termine für interessierte Kunden, für die sie exklusiv zur Verfügung steht.

Ein Besuch, auch auf der Homepage, lohnt sich in jedem Fall und zeigt neben den ersten Eindrücken auch die nächsten Veranstaltungstermine, die, wie das möblich eben, immer von ganz besonderer Art sind.

https://www.moeblich.at/   Tel. +43 664 21 34 764


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