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MEIN MANTEL ZEIGT MEINE GEFÜHLE!

MEIN MANTEL ZEIGT MEINE GEFÜHLE!

Interaktive Fashion – Mode der Zukunft

Von Ursula.

Wie bitte? Was soll das denn heißen? Doch, richtig gelesen. Die Mode der Zukunft kann mehr als unsere Attraktivität unterstützen und bestimmte Stimmungen zum Ausdruck bringen.

Da kann es auch vorkommen, dass unser Mantel, wie von Zauberhand und ganz von selbst, seinen Kragen aufstellt um unseren Kopf einzuhüllen. Und damit unserem Gegenüber signalisiert: ich fühle mich nicht wohl, komm mir nicht zu nahe, ich mag mich jetzt nicht mit dir auseinandersetzen.

Credits: DIRECTOR OF PHOTOGRAPHY: Jasper Van Gheluwe. DESIGN: Jasna Rokegem. MODEL: Vincent van der Velden. VISUALS: Benjamin L. De Mulder. ARTISTIC DIRECTOR: Dirk van De Catsyne. TECHNOLOGY ADVISOR: Contrechoc. HAIR: Raisa Franco. MUA: Lieke Wolfs.

Diese Zukunftsfashion reagiert, durch eingebaute Technologie in den Klamotten oder am Körper getragen, auf uns und unsere Umwelt: Stimmungen, Körpertemperatur, Sprache, Blicke, alles wird verwendet um die Kleidung zum Leben zu erwecken.

Eindrucksvoll schilderte der TV Sender ARTE unlängst in seiner Programmserie „Tracks“ die Entwicklung dieser „Interactive Fashion“ und zeigte beeindruckende Entwürfe der Pioniere dieser zukunftsorientierten Mode.

Die Ansätze der Designer sind unterschiedlich. So zeigt die junge Jasna Rokegem eine Kleidung, die auf unsere Gehirnströme reagiert. Je nach Aktivität verändern die getragenen Stücke ihre Form und auch ihre Farbe. Bei Ying Gao hingegen zählt nur unser Gegenüber und dessen Gesichtsausdruck.

Werden wir, genaugenommen unser Kleidungsstück angeschaut und wahrgenommen, nimmt das Gegenüber unser Gewand konkret wahr, beginnt es zu reagieren. Es verändert die Farbe, kommt in Bewegung. Und da kann es schon mal vorkommen, dass es zu leuchten beginnt, wenn es gar nicht beachtet wird, sich nicht beachtet fühlt.

Aha! Um sich wieder ins Spiel zu bringen. Das finde ich irgendwie cool, kaum fühl ich mich unbeachtet, bin ich schon wieder gesehen, im wahrsten Sinne des Wortes. Spooky klingt das allerdings auch, grusel, grusel..

Ich beschäftige mich nun detailreich mit diesem Thema, schaue mir die Videos an und bin genauso fasziniert wie ich erschreckt bin. Einerseits empfinde ich es als unglaublich interessant was hier bereits passiert, was es hier an Entwicklungen gibt, andererseits frage ich mich, ob ich denn tatsächlich soviel von mir über meine Kleidung preisgeben möchte.

Der Einfallsreichtum der jungen Designer reicht aber noch viel weiter: Digitale Tierfelle stellen beispielsweise bei Nervosität die Haare auf, Pullover zeigen den Grad der Luftverschmutzung an, dazu hüllt einen der passende Parker gleich schützend ein. Ich bin erstaunt und frage mich, wozu das alles? Haben diese Innovationen auch einen echten Mehrwert oder ist das alles ein sinnloses Experimentieren? Ich studiere die Meinungen der jungen Modemacher. Diese gehen erwartungsgemäß sehr auseinander, hier gibt es eine Menge an pro und kontra Stimmungen. Eines kommt jedenfalls klar heraus: nach smarten Autos, smarten Telefonen, smarter Technologie, möchten sie mit smarter Mode ein Statement setzen. Und letztendlich geht es um die Grenzüberschreitung und dem Mut zum Neuen. Tja, was soll ich dazu sagen?

Einen abschließenden Kommentar oder eine fundierte Meinung schaffe ich derzeit nicht.. .. ich bin, wie ihr bemerkt, elektrisiert und zeitgleich auch ein bisschen verstört!

Credits: DIRECTOR OF PHOTOGRAPHY: Kevin Vandenberghe. DESIGN: Jasna Rokegem. VISUALS: Rumex. HAIR: Raiisa Franco-Herbit. MUA: Lieke Wolfs. MODELS: Marie van Ongeval – Tommy Chai – Vincent van der Velden – Mandy van Damme

Thank you Jasna Rokegem for your support!


  1. Jasna

    31 Januar

    NICE.

    Good Luck with the blog.

    Jasna

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