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NA DANN, GUTE BESSERUNG.

NA DANN, GUTE BESSERUNG.

Es war wieder einmal soweit.

Von Ursula.

Samstag früh, bereits beim Aufstehen, flauer Magen, schmerzender Kopf.
Rasch habe ich einen starken Kaffee getrunken, eine Schmerz-Tablette eingeworfen und gehofft, dass sich die anbahnende Migräne noch rechtzeitig  eindämmen ließe.
Von wegen! Es wurde ärger als je zuvor.

Die Tablette kam retour, der leere Magen rebellierte, die Schmerzen wurden dröhnend, pochend, krampfend.  Und jeder Gedanke hat weh getan, jede Bewegung, jeder Lidschlag. Ich bin auf allen Vieren ins Bett zurück gekrochen, habe meinen Kopf im Zeitlupentempo einmal hoch- dann wieder tiefgelagert. Alles umsonst, er versuchte zu bersten, während die Gallensäure hochstieg und ich wieder auf allen Vieren aus dem Bett musste, um wankend zur Toilette zu gelangen um mich unter dröhnen Schmerzen zu übergeben.

Irgendwann schaute meine Freundin Monika, die ein Stockwerk über mir wohnt, zur Tür herein und sah mich – inzwischen mit Schüttelfrost – in meinem schrecklichen Zustand
„Ich rufe sofort den Notarzt“ verkündete sie und kam nach wenigen Minuten mit der
kaum erträglichen Auskunft, dass der Arzt in frühestens einer Stunde kommen könnte. Es wurden zweieinhalb Stunden, in denen ich kaum noch ansprechbar, zwischen Bett und Toilette wankte und kroch.

Endlich war er da mein Retter!

Dachte ich.

Mit einem lautstarken „Grüß Gott“ und: „Wissen Sie Ihre Versicherungsnummer auswendig?“  betrat er mein Schlafzimmer. Dann hat er noch gefragt, ob ich öfter Migräne hätte und was ich denn dagegen unternähme. Kaum fähig zu antworten, flüsterte ich: „Meine Hausärztin hat mir immer ein Schmerzmittel gespritzt und etwas, um den Magen zu beruhigen.“ Das war jedoch am Land gewesen, wo ich die letzten 20 Jahre gelebt habe.  Und jetzt bin ich erst seit kurzem wieder in der Stadt, in Salzburg und habe noch keinen Hausarzt, geschweige denn Ahnung, welche Mittel das waren, die mir immer geholfen haben und Wochenende war auch noch, der ungünstigste Moment um krank zu werden und Hilfe zu brauchen.

Echt Pech für mich, denn der Notarzt erklärte mir, dass er in meinem Fall nichts tun dürfe, da es ja kein lebensbedrohende Situation wäre.  Schwupp die wupp  drehte er meinen pochenden, schmerzenden Kopf in alle Richtungen um sicher zu sein, dass ich keine Gehirnhautentzündung habe und dann bekam meine Freundin Monika ein Rezept für Mexalen in die Hand gedrückt. Ein sehr leichtes Schmerzmittel, dass – laut meiner Tochter – wirkungslos zum Frühstück geschnupft werden kann – und verabschiedete sich mit den Worten: „Na dann, gute Besserung!!

Nach weiteren 5 Stunden hörten die Schmerzen langsam von selbst auf und ich bin völlig ermattet eingeschlafen.

Fazit: Ich suche demnächst meine alte Hausärztin am Lande auf, die auch meine Freundin ist,  decke mich mit einem Vorrat an magenberuhigenden und migräne-bekämpfenden Medikamenten ein. Und schlucke sie rechtzeitig, bevor das Dilemma seinen Höhepunkt erreicht und ich einen Notarzt brauche.

Bei einem leichteren Migräne-Anfall hat es mir auch schon mal geholfen, rechtzeitig ganz viel Wasser und halbstündlich 5 Stück Magnesium Schüssler Salze in Wasser aufgelöst zu trinken.

Liebe DIGITALE-Leserinnen, diese Rubrik möchten wir gerne nutzen, um über eure selbsterfahrenen und wirkungsvollen Methoden bei Migräne zu berichten. Bitte schreibt uns euer Wissen.


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  1. Petra F.

    25 Januar

    Das ist einfach wunderbar!!!!! Ich habe gerade Ihren Blog etwas durchforstet und gratuliere von ganzem Herzen!!
    Toll geschrieben und richtig lässig und lehrreich gestaltet. Übersichtlich und voll mit dem prallen Leben so, wie es sein soll.
    Das Leben und ein Blog!

    Die Geschichte mit der Migräne hat mich besonders angesprochen da ich selber seit frühester Jugend unter solchen Anfällen gelitten habe.
    Ich habe wirklich ALLES ausprobiert aber nichts hat geholfen. Allerdings habe ich mir vor gut einem Jahr eine Fußreflexzonenmassage gegönnt und dabei wurde
    festgestellt, daß die Druckpunkte für Magen und Innereien sehr empfindlich waren und es wurde eine Lactoseunverträglichkeit festgestellt.
    Seit ich alle Milchprodukte außer Butter und Ziegenkäse vermeide, hatte ich keinen einzigen Anfall mehr.
    Es waren früher sicher noch andere Komponenten die zu den Anfällen geführt haben aber egal, jetzt ist es so und gut.
    Und die Notarztcausa kenne ich so ähnlich auchL

    Herzliche Grüße und ich bin bereits Ihr Fan.

    Petra F., Salzburg

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