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Teil 4: Ich will keine Schokolade – ich will liebe...

Teil 4: Ich will keine Schokolade – ich will lieber einen Mann!

Selbstversuch 3: Speed-Dating

Von Ursula.

Eine Freundin rief an und fragte, ob ich sie zu einem Speed-Dating begleiten wollte.

Ja, wollte ich, denn diese Art von Partner suchen und finden konnte ich mir einfach nicht vorstellen.

Schnell und effektiv – ja eh – in unserer oberflächlichen und rasanten Zeit, aber binnen weniger Minuten?

Dafür fehlte mir die Vorstellungskraft.

Eine Promotion-Idee für alleinstehende Kunden.

Und schon marschierten wir zur angegebenen Adresse – einem hübschen Klamotten-Geschäft in der Salzburger Innenstadt.

Als besondere Promotion-Idee hatte die Eigentümerin zusammen mit einer Event-Agentur und einem Partnervermittlungs-Institut ihre alleinstehenden Kunden zu diesem besonderen Ereignis eingeladen.

Hier waren absolute Profis am Werk. Ein langer Tisch für mindestens 40 Personen, ausgestattet mit Kugelschreibern und Listen, in die man seine Notizen eintragen konnte, stand bereit. Die ankommenden Gäste wurden mit Nummern- und Namenschildchen versehen, Getränke wurden gereicht.

Neugierig sah ich mich um und erblickte jede Menge Frauen in jeder Alterskategorie. Und ich sag euch Mädels: es waren hübsche Frauen! Da mussten sich die Jungs ordentlich anstrengen.

Wo versteckten sich die Männer?

Aber apropos, wo waren sie? Ich zählte mittlerweile 23 Damen, von den Herren der Schöpfung keine Spur.

Auch die Veranstalterin wirkte ein wenig angespannt, versicherte jedoch jeder Kandidatin, dass exakt 25 Männer angemeldet waren und einige bereits angerufen hätten, da sie:

im Stau steckten, gleich da wären, den Termin nochmals bestätigten.

 

Ja genau, so war das!

20 Uhr und 30 Frauen

 

 

Um 20 Uhr war Beginn, es war 5 Minuten vorher und die Anzahl der Damen hatte sich bereits auf 30 erhöht. Und noch immer keine Männer!

Mit hochroten Bäckchen und offensichtlich sehr, sehr erfreut und erleichtert, gaben Event- und Partnervermittlungs-Verantwortliche bekannt, dass die ersten Männer sehr wohl bereits eingetroffen waren, es aber vorzogen unter sich und bei einem Bier zu bleiben. Warum denn das?

Vielleicht hatte sie die Womenpower und -schönheit eingeschüchtert?

In jedem Fall nahmen pünktlich um acht die ersten 20 Mädels Platz und warteten gespannt auf die ersten männlichen Kandidaten.

 

Es ist soweit – die männlichen Speed-Dater laufen ein…

Und schon kamen sie! 3 Stück an der Zahl! Ja ehrlich, es wurden nicht mehr!

Um den inzwischen völlig aus der Fassung geratenen Veranstalterinnen die Peinlichkeit der offensichtlichen Pleite zu ersparen, absolvierten die ungleichen Teams bravourös den ersten Durchgang.

Ende gut – alles gut!

Ich fand die Situation so lustig, dass ich den Damen vorschlug, doch noch gemeinsam auf einen Drink zu gehen. Und das machten wir dann auch.

Die Männer jedoch waren wie vom Erdboden verschluckt und nicht mehr gesehen!

Und wir verbrachten einen der lustigsten und längsten Abende des vergangenen Sommers.

 

Zu fortgeschrittener Stunde waren wir uns einig, dass es um einiges einfacher wäre, eine Frau, als einen Mann zu finden!

 


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